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Strahlend ungeprüft auf weiter Reise

44 Castorbehälter mangelhaft überprüft/ Vier bereits mit hoch radioaktivem Material beladen

44 Castorbehälter sind nicht richtig geprüft worden. Bedenken gibt es bei den Haltevorrichtungen, die für das Anheben unerlässlich sind. Das Problem an der Sache ist, dass vier bereits mit hoch radioaktiven Material befüllt sind.

Berlin. 44 Castorbehälter dürfen wegen möglicher Prüffehler vorerst nicht benutzt werden, allerdings sind vier Behälter bereits mit hoch radioaktivem Atommüll beladen. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat die Benutzung untersagt, weil es Bedenken bei den Haltevorrichtungen (Tragstutzen) für das Anheben mit einem Kran gibt. Einen entsprechenden Bericht der »Süddeutschen Zeitung« bestätigte am Freitag ein Sprecher der für die Castor-Fertigung zuständigen Gesellschaft für Nuklearservice (GNS).

»Es gibt aber nur ein formales Problem«, sagte GNS-Sprecher Michael Köbl. »Beanstandet wurde die Durchführung der Ultraschall-Prüfungen der Tragzapfen-Halbzeuge.« Die Tragstutzen müssen ein enormes Gewicht aushalten - ein Castor-Behälter wiegt rund 100 Tonnen. »Es liegen keine Erkenntnisse vor, dass es Materialfehler gibt.« Die schon beladenen Castor-Behälter stehen im Zwischenlager des niedersächsischen AKW Unterweser. Sobald sie wieder bewegt werden, sollen die Tragstutzen ausgetauscht werden.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation »ausgestrahlt«, äußerte sich schockiert über die mangelhafte Pürfung. »Ich traue der Atomwirtschaft ja so einige Ungereimtheiten zu. Aber ich hätte nicht erwartet, dass jetzt selbst schon bei der Produktion von Castor-Behältern simpelste Qualitätsvorschriften nicht eingehalten werden«, sagte Stay. Der neuerliche Skandal sei ein weiterer Fall in einer langen Reihe von »Hiobsbotschaften«, so Stay .dpa/nd

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