Schonfrist für Renzi ist abgelaufen

Die versprochenen Reformen des italienischen Regierungschefs kommen nur schwer voran

  • Von Wolf H. Wagner, Florenz
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Italiens Regierungschef Renzi kann sich nicht mehr auf seinen Vorschusslorbeeren ausruhen. Zwar steht ein Großteil der Italiener hinter ihm, doch gleichzeitig wächst die Kritik, denn die Reformen stocken.

Jüngste Umfragen nach der Sommerpause bestätigen: Noch vertrauen zwei von drei Italienern dem seit Februar amtierenden Ministerpräsidenten Matteo Renzi von der Demokratischen Partei (Pd). 64 Prozent der Befragten einer von der Nachrichtenagentur ANSA beauftragten Umfrage sind sehr zufrieden mit seiner Politik. Sollte es jetzt zu Wahlen kommen, könnte die Demokratische Partei mit 40 Prozent der Wählerstimmen rechnen. Renzi bringt frischen Wind in die hiesige Politik. Doch mehr und mehr Kritiker fürchten auch, dass es nur heiße Luft ist. Von den angekündigten Reformen wurde bislang noch keine wirklich umgesetzt.

Ob Renzi letztlich Erfolg hat, hängt vor allem davon ab, ob seine Regierung Wirtschaftsreformen durchsetzen kann. Zwar hat eine Steuergesetznovelle dazu geführt, dass die Geringverdien...


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