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Kopf-an-Kopf-Rennen in Schottland

Mehr Eigenständigkeit soll Abspaltung verhindern

London/Edinburgh. Neun Tage vor dem Referendum über eine Loslösung Schottlands von Großbritannien liefern sich Befürworter und Gegner laut einer aktuellen Umfrage weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen. 38 Prozent der Befragten unterstützen demnach die Unabhängigkeit, während 39 Prozent dagegen stimmen wollen, wie das Meinungsforschungsinstitut TNS am Dienstag mitteilte. Die Umfrage bestätigt den Aufwärtstrend der Befürworter. Vor einem Monat hatte das Lager der Unionisten noch mit 13 Prozentpunkten in Führung gelegen. In einer Untersuchung des Instituts YouGov für die Zeitung »Sunday Times« hatte sich am Sonntag dann erstmals eine knappe Mehrheit der befragten schottischen Stimmberechtigten für die Abspaltung von Großbritannien ausgesprochen.

Mit der Aussicht auf mehr Eigenständigkeit etwa in der Steuerpolitik wollen Gegner der Unabhängigkeit derweil die Abspaltung verhindern. Vertreter der drei größten britischen Parteien - Konservative, Labour und Liberaldemokraten - versprachen am Dienstag in Edinburgh, dass die Machtverschiebung am Tag nach dem Referendum angeschoben werde, wenn die Schotten am 18. September mit »Nein« abstimmten. Am Vorabend hatte der frühere Premierminister Gordon Brown (Labour) einen Zeitplan für die sogenannte Devolution vorgestellt. Demnach soll Edinburgh schon im Januar neue Kompetenzen übertragen bekommen. Welche das im Detail sein würden, solle die Regierung in London bis Ende Oktober vorschlagen. Schottlands Regierungschef Alex Salmond von der Nationalpartei SNP bezeichnete den Plan als »Bestechung«. Agenturen/nd

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