Immer Ärger mit dem Jobcenter

Ein Hartz-IV-Beratungsbus hilft noch bis Ende September bei Behördenirrtümern weiter

  • Von Christin Odoj
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wer Hilfe bei Streitigkeiten mit dem Jobcenter sucht, kann sich an den Hartz-IV-Beratungsbus des Berliner Arbeitslosenzentrums wenden. Was die Mitarbeiter hören, sagt viel über den Behördenalltag aus.

Timm Springer, in Armeemütze und schwarzem Kapuzenpulli, steht am Dienstagvormittag vor dem Jobcenter in Tempelhof-Schöneberg und unterhält sich. Ab und an fällt das Wort »Prozesskostenhilfe«. Timm Springer ist hier kein »Kunde«, wie es unter Mitarbeitern beim Jobcenter heißt, sondern Anwalt und steht mit drei Kollegen vor dem Beratungsbus des Berliner Arbeitslosenzentrums. Sechs Wochen lang tourt der Bus zu allen zwölf Berliner Jobcentern und ist bei jedem für zwei Tage vor Ort, um Bescheide zu überprüfen oder Auskunft zu rechtlichen Schritten zu geben. In den ersten drei Wochen haben schon 482 Menschen diese Hilfe in Anspruch genommen, 78 allein in Tempelhof-Schöneberg. Die Sozialarbeiter und Rechtsanwälte hören in dieser Zeit viel darüber, was in Sachen Arbeitslosengeld II und dem so genannten »Leistungsbezug« falsch läuft. »Es ist ärgerlich, dass einiges aus dem Jobcenter vor Gericht landet, denn viel davon sind Kommunikationssc...

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