Ein frommer Mann

Pfarrer Peter Storck nahm die Flüchtlinge aus der Berliner Gürtelstraße auf

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ein Pfarrer muss mit Menschen sprechen. Peter Storck redet in diesen Tagen besonders viel - und besonders feinfühlig. Aus Sorge um Leib und Leben nahm seine Gemeinde Flüchtlinge aus der Berliner Gürtelstraße auf.

»Ich bin ein frommer Mensch«, sagt Peter Storck schelmisch lachend auf die Frage, warum er denn Pfarrer geworden sei. Das ist nicht die ganze Antwort, das weiß er und setzt an, um weiter auszuholen. »Es hat mich - ich habe zwischen Theologie und Stadtplanung geschwankt. Es hat mich gereizt zu gucken - das Gefühl, die Welt - die Frage, wie - die Liebe zu ...«, setzt er immer wieder an, um die Frage zu beantworten, die ihm anscheinend noch nicht so oft gestellt wurde. »Ich mag biblische Texte und ich mag Menschen. Beides hat mit dem Pfarrerdasein zu tun«, sagt er schließlich. Er will das Richtige sagen. Es soll einerseits wahrhaftig sein, andererseits nicht missverstanden werden. Und wohl auch nicht pathetisch klingen.

Er muss viel mit Menschen reden. Dieser Tage ganz besonders viel und ganz besonders feinfühlig, aber nicht missverständlich. Seine Gemeinde hat jene neun Flüchtlinge aufgenommen, die auf das Dach ihrer Unterkunft ...


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