Bayerische Luchse unter Druck

Studie: Außerhalb der Nationalparks werden Raubkatzen von Jägern gewildert

  • Von Benjamin Haerdle
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Luchs mit seinen charakteristischen schwarzen Pinselohren ist ein prächtiges Tier. Dummerweise jagt er am liebsten Rehe und Hirsche. Und offenkundig haben manche Waidmänner mit der tierischen Konkurrenz ein Problem. Das legt eine Studie nah, die Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) München, der Universität Zürich und des Bayerischen Landesamts für Umwelt im Fachblatt »Biological Conservation« veröffentlichten. Demnach verhindern anscheinend illegale Abschüsse die Ausbreitung des Raubtieres in Bayern. Die Ökologen hatten dafür die Entwicklung der Luchs-Population im Nationalpark Bayerischer Wald und im benachbarten Nationalpark Sumava in Tschechien untersucht. Dort und im angrenzenden Oberösterreich wurden zwischen den 1970er und den 1980er Jahren 25 Luchse ausgesetzt. Derzeit leben vor allem in den beiden Nationalparks insgesamt 50 Tiere.

Doch die Ausbreitung der streng geschützten Katzenart außerhalb der Schut...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.