Noch eine Liste mit Absichtserklärungen

Agenda der Bundesregierung enthält wenig konkrete Hilfen für Hunderttausende Demenzkranke im Land

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Anfang der Woche unterzeichneten Regierungsvertreter in Berlin die Agenda »Gemeinsam für Menschen mit Demenz«. 100 vereinbarte Maßnahmen enthalten viel Schwammiges und Unkonkretes.

Die Agenda umfasst vier Handlungsfelder, an erster Stelle stehen Wissenschaft und Forschung, es folgen »Gesellschaftliche Verantwortung« sowie die Unterstützung der Betroffenen und ihrer Familien und schließlich die Gestaltung des Versorgungssystems.

Etliches davon dient zunächst der Selbstorganisierung der Akteure und wird nicht so schnell bei den Betroffenen ankommen, so das »gestufte Versorgungskonzept« der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Bundesweit sollen 1250 lokale Anlaufstellen für Demenzkranke und ihre Familien entstehen - gemeint sind damit unter anderem die schon bestehenden 450 Mehrgenerationenhäuser. Sucht man allerdings in der wissenschaftlichen Begleitforschung für das Prestigeprojekt der ehemaligen Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU), spielt das Thema Demenz kaum ein Rolle. Die Häuser sollen nun offenbar im Sinne der Demenzkranken gefördert werden, ebenso wie 500 lokale Allianzen und 300 Informatio...

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