Blutgrätsche von links außen

Der Angriff der Antikapitalistischen Linken auf Bodo Ramelow ist unsolidarisch und apolitisch

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die LINKE hat ein durchwachsenes Wahlwochenende hinter sich. Den Anlass zur Freude steuerten die Thüringer bei – mit einem Rekordergebnis, das bei aller nötigen kritischen Betrachtung Respekt abnötigt, auch bei der politischen Konkurrenz. In der Linkspartei selbst aber gibt es eine Gruppierung, die Bodo Ramelows Erfolg, seinen Politikstil, seine Regierungsambitionen schlicht zum Kotzen findet. So jedenfalls darf man eine Erklärung zusammenfassen, die die Antikapitalistische Linke Anfang der Woche formulierte und ins Netz stellte. Der darin unter der Überschrift »Die rote Hoffnung erneuern - nicht im Pragmatismus der Kisenverwaltung ertränken!« bemühte Gestus kann es in puncto Aggressivität locker mit Attacken von rechts aus dem Wahlkampf aufnehmen. Und lässt übrigens stellenweise auch durch sein Vokabular aufhorchen (»etabliertes Parteienkartell«), das...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.