Pillenprüfung bleibt unverzichtbar

Neuer Arzneiverordnungs-Report prangert steigende Medikamentenkosten bei sinkender Behandlungsqualität an

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zum 30. Mal wurde in diesem Jahr der Report über die Arzneiverordnungen des vergangenen Jahres vorgestellt. Er soll der Transparenz dienen und wird von Diffamierungen der Pharmaindustrie begleitet.

Mit dem richtigen Arzneimittel können Beschwerden beseitigt oder Krankheiten geheilt werden. Beispiel Hepatitis C. Etwa 300 000 Menschen leiden in Deutschland an der chronischen Leberinfektion, die häufig zur Zerstörung des Organs führt. Entsprechend groß war die Freude, als kürzlich ein Medikament auf den Markt kam, das Heilung in Aussicht stellt. Nur der Preis ist heiß. 60 000 Euro verlangt der Hersteller für die dreimonatige Behandlung.

»Das ist pure Gier«, so Christiane Fischer, Geschäftsführerin von Mezis, einer Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte, »der utopische Preis ist nicht die Folge einer komplizierten Herstellung, denn das sind nur etwa 100 US-Dollar für die gesamte zwölfwöchige Therapie.« Eine Erklärung für diese Gier könnte die Zahl der weltweit Betroffenen und die daraus resultierende Absatzprognose sein: 150 Millionen Menschen. »Hier werden Schwellen überschritten, die wir bisher gar nicht kannten«, ...


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