Werbung

Ostdeutsche finden DDR-Schulsystem besser

Ein Viertel im Westen sagt in Umfrage: Wiedervereinigung habe ihnen eher Nachteile gebracht / Im Osten nur 15 Prozent

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Die Wiedervereinigung bewerten viele Deutsche mit Blick auf ihr eigenes Leben als positiv. Rund der Hälfte aller Bundesbürger hat sie eher Vorteile gebracht, ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap. Deutlich mehr Zustimmung für die Einheit gibt es jedoch im Osten: Fast 75 Prozent der Ostdeutschen sehen mehr Vor- als Nachteile für sich, während das im Westen nur 48 Prozent der Befragten sagen. Rund ein Viertel der Westdeutschen findet, die deutsche Wiedervereinigung habe ihnen eher Nachteile gebracht. Im Osten sagen das nur 15 Prozent.

Im Osten sind vor allem junge Menschen bis 29 Jahre sehr positiv gestimmt. Für 96 Prozent von ihnen überwiegen die Vorteile der Einheit - gegenüber 66 Prozent im Westen. Im direkten Vergleich mit der DDR schätzen die Ostdeutschen am wiedervereinigten Deutschland vor allem die Reisefreiheit und ihre persönliche Freiheit. Dann folgen Wirtschaft, Lebensstandard und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Dagegen punktet bei der Erinnerung an die DDR noch immer der Bereich Bildung und Soziales: 78 Prozent der Ostdeutschen finden das DDR-Schulsystem nach wie vor besser - das sind sogar zwei Prozentpunkte mehr Zustimmung als in einer ersten Umfrage aus dem Jahr 1995. Weiterhin nennen Ostdeutsche die soziale Absicherung, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Gesundheitssystem als Stärken der DDR. Das politisches System der Bundesrepublik wertet etwas mehr als die Hälfte der befragten Ostdeutschen (57 Prozent) als Stärke - rund ein Fünftel (19 Prozent) entscheidet sich bei dieser Frage für die DDR.

In einer Vorabmeldung zur Umfrage heißt es beim MDR: »Im Systemvergleich heutige Bundesrepublik und vergangene DDR verändert sich das Meinungsbild der Ostdeutschen langsam. Schon 1995 wurden persönliche Freiheit, Wirtschaftskraft und damit zusammenhängender Lebensstandard als besondere Stärken der BRD eingeschätzt. Neunzehn Jahre später, schätzt die Mehrheit der Ostdeutschen auch die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, das politische System und das Gesundheitssystem positiv ein.«

Die Meinungsforscher befragten im Auftrag der MDR-Sendereihe »Exakt! - So leben wir!« von Mitte August bis Anfang September 2014 rund 1000 Menschen ab 14 Jahren in der gesamten Bundesrepublik. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen