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Vorbereitungen für deutschen Ebola-Einsatz

Für die Bundeswehr ist die geplante Luftbrücke von Dakar nach Monrovia eine Ausnahmesituation

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Beim Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz wird unter Hochdruck ein Einsatz im Kampf gegen Ebola in Westafrika vorbereitet - eine Mammutaufgabe.

Koblenz. Das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr betrachtet den Kampf gegen das Ebola-Virus in Westafrika als große Herausforderung. »Es ist eine Ausnahmesituation, ganz klar«, sagte Oberstarzt Johannes Backus, Leiter der Task Force Ebola beim Kommando Sanitätsdienst, am Mittwoch in Koblenz. Vom Ausmaß der benötigten Hilfe sei das durchaus mit der Tsunami-Katastrophe 2004 in Asien vergleichbar.

Die Bundeswehr will laut Backus am Donnerstag zwei Frachtmaschinen in die senegalesische Hauptstadt Dakar senden, um dort einen Lufttransportstützpunkt einzurichten. Dieser solle dazu dienen, Material mit zivilen Maschinen in die Nähe der Krisenregion bringen zu können. Geplant sei, später von Dakar aus eine Luftbrücke nach Monrovia in Liberia einzurichten. In diesem Land wurden mit über 3000 Fällen die meisten Ebola-Erkrankungen registriert. Die Bundeswehr beteilige sich zudem mit 50 Betten an einem Krankenhaus mit 300 Betten, ergänzte Backus. Vermutlich werde das in Kooperation mit dem Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk entstehen, sagte Backus.

Wie ein Einsatz mit Freiwilligen aussehen könnte, sei noch unklar, sagte Backus. Laut Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) haben sich bereits rund 2000 Freiwillige gemeldet. Backus sprach von einem »hohen Zulauf«. Nun werde deren Qualifikation geprüft und über Schulungen entschieden.

Bundeswehr-Oberstarzt Peter Lüke betonte, bei Ebola handele es sich um eines der gefährlichsten Viren. In Westafrika sei das Virus in Städten angekommen. Das mache es schwierig, den Ausbruch einzudämmen. dpa/nd

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