Wut und Verzweiflung

Ausstellung in Güstrow: Ernst Barlach und der Erste Weltkrieg

  • Von Jens Grandt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vielleicht steht kein deutscher Künstler so repräsentativ für die Zerrissenheit zwischen Staatsraison und Vernunft angesichts des Krieges wie Ernst Barlach. Dem Wandel vom kampfsüchtigen Soldaten zum Pazifisten widmet die gleichnamige Stiftung in Güstrow eine höchst anregende Ausstellung: Ernst Barlach und der Erste Weltkrieg.

Zwei Tage nach der Kriegserklärung Wilhelms II. an Russland beginnt der Bildhauer, Grafiker und Dramatiker sein »Güstrower Tagebuch« zu schreiben. Er ist sich des epochalen Einschnitts in das Weltgeschehen bewusst und reflektiert überaus empfindsam die Reflexe des martialischen Geschehens, wie sie in den kleinbürgerlich geprägten Alltag Güstrows durchschlagen. Er läuft täglich zum Bahnhof, um Zeitungen zu lesen, verfolgt Frontverlauf und Seeschlachten, sieht Flüchtlingstransporte, hält sich stundenlang in der Gastwirtschaft auf, um den Gesprächen zu lauschen.

Wie die Mehrheit der Deutschen erfasst ...

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