Irina Wolkowa, Moskau 01.10.2014 / Wirtschaft und Umwelt

Exxon kehrt der Arktis den Rücken

US-Ölmulti kündigt wegen Ukrainekrise Joint Venture mit Rosneft auf

In der Karasee soll mehr Öl als in Saudi-Arabien liegen. Doch Exxon Mobil zieht sich lieber aus diesem Geschäft zurück.

Wladimir Putin war per Videokonferenz zugeschaltet, als Igor Setschin, der Chef des staatlichen Ölförderers Rosneft, mit dem der Kremlchef seit gemeinsamen KGB-Tagen befreundet ist, die Namensgebung des Superfeldes vornahm: Pobjeda heißt es, das bedeutet Sieg. Das war Samstag und womöglich etwas voreilig. Denn Montagabend ging der wichtigste Partner von Bord: Exxon Mobil. Westliche Sanktionen wegen Moskaus Ukraine-Politik, so zitierten die Wirtschaftszeitungen »Wedomosti« und »Kommersant« einen Konzernsprecher, würden den US-Ölgiganten zwingen, die Zusammenarbeit vorübergehend einzufrieren. Ein Teil des Personals werde abgezogen.

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