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Medikamententests sind Männersache

Forscherin fordert höheren Frauenanteil und verbindliche Regelungen für Arneimittelstudien

  • Von Eric Breitinger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Nebenwirkungen von Arzneimitteln sind bei Frauen öfter zu beobachten als bei Männern. Dennoch werden Medikamente zu selten an Frauen getestet.

Beatrice L. klagt häufig über Magen- und Verdauungsprobleme, nachdem sie Schmerzmittel oder Kopfwehtabletten eingenommen hat. Ihr Partner hat dafür wenig Verständnis. Er verträgt Medikamente meist gut. Das ist nichts Ungewöhnliches: Das Risiko von Nebenwirkungen von Arzneimitteln ist bei Frauen um rund 60 Prozent höher als bei Männern. Die Nebenwirkungen sind bei Frauen zudem heftiger. Das zeigte eine Auswertung britischer Forscher aus dem Jahr 1998 von 48 Studien mit über einer halben Million Patienten.

Für die Münchner Professorin für Medizinethik und -geschichte Mariacarla Gadebusch Bondio zeigt dies, dass »die Hersteller die Verträglichkeit ihrer Medikamente nicht ausreichend an Frauen geprüft haben«. Auch für die Basler Medizinprofessorin Elisabeth Zemp vom Schweizerischen Tropen- und Public Health- Institut kommen »Frauen in der Medikamentenforschung zu kurz«. Viele neue Präparate würden vor der Zulassung überwiegend an ...


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