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Aktenordner und Apfelkuchen

Hunderte Arbeitsloseninitiativen gibt es bundesweit - ein Besuch bei der Bezirksvollversammlung in Frankfurt

  • Von Roland Bunzenthal
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Erwerbslose helfen Erwerbslosen - so lässt sich die Arbeit vieler Aktivisten zusammenfassen. Bei den Sitzungen geht es aber auch um Tagesordnungen und Reisekosten.

Die Tische im großen Saal des Frankfurter DGB-Hauses sind im Quadrat aufgestellt. Das lässt die 32 Teilnehmer der Versammlung enger zusammenrücken. Vor ihnen liegt je ein weißer Konferenzordner mit der roten Stimmkarte und dem Formular für die Reisespesenabrechnung. Alles muss seine Ordnung haben, schließlich sind die Anwesenden organisiert in einer deutschen Gewerkschaft. Da bleibt für die Spontanität vieler freier Arbeitslosengruppen kaum Platz. Initiativanträge müssen von mindestens zehn Prozent der Teilnehmer schriftlich unterstützt werden, heißt es in der Geschäftsordnung für ver.di-Gremien. Zudem müssen Anträge fristgerecht eingereicht werden.

Die Teilnehmer, etwa ein Drittel mit Migrationshintergrund, fast alle schon länger erwerbslos, agieren wie eine große Familie - zumindest die Hälfte von ihnen. Sie kennen sich seit Jahren wegen des Engagements bei ver.di. Die anderen Teilnehmer sind neu, das wird an den Fragen deut...


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