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Libyen zwischen Krieg und Frieden

Islamisten lehnen den Dialog mit der gewählten Regierung ab / Anschläge auf politisch aktive Personen

  • Von Mirco Keilberth, Tripolis
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der von der UNO vermittelte Dialog zur Beendigung des Machtkampfs in Libyen stößt auf Widerstand muslimischer Autoritäten. Ein Mufti hat sich gar mit einer Fatwa gegen die Gespräche gewandt.

Nach wochenlangen Auseinandersetzungen zwischen Milizen in Bengasi und Tripolis haben sich die libyschen Hauptkonfliktparteien diese Woche auf einen vorläufigen Waffenstillstand geeinigt. Bernardino Leon, Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen für Libyen, hatte 22 Vertreter der beiden konkurrierenden Regierungen dazu in die Stadt Ghadames im Dreiländereck Algerien/Libyen/Tunesien eingeladen. Der italienische Diplomat bezeichnete das Treffen der beiden Seiten als »historische Chance für die Rückkehr des Friedens nach Libyen«.

Während sich die im Juni demokratisch gewählte Regierung in die ostlibysche Hafenstadt Tobruk vor den islamistischen Milizen in Sicherheit gebracht hat, wird Tripolis von der sogenannten Fadschr(Morgendämmerung)-Allianz kontrolliert. Das Repräsentantenhaus in Tobruk ist die international anerkannte Vertretung, der Nationalkongress beherrscht indes ohne Mandat die Ministerien in der Hauptstadt.

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