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Welt als Spielwiese

Sebastian Fischer will in zwei Wochen in Leipzig Deutscher Meister in »Risiko« werden

  • Von René Gralla
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Albert Lamorisse (1922-1970), ein französischer Filmregisseur, veröffentlichte 1955 das Brettspiel »La Conquête du Monde«, sprich: »Die Eroberung der Welt«. Längst gilt »Risiko«, wie es inzwischen heißt, als der moderne Strategieklassiker. Zum Fankreis hierzulande zählt Sebastian Fischer (26) aus Würzburg, von Beruf Verkaufsleiter, der 2011 sogar bester deutscher Risiko-Student war. In zwei Wochen will er in Leipzig Deutscher Meister werden. Unserem Autor René Gralla erzählte er, warum er so risikofreudig ist.

Das strategische Ziel, auf dem Brett die Weltherrschaft zu erringen, galt in den frühen 1980er Jahren als spielerische Inkarnation neoimperialistischer Politik.
Total unsinnig, wie ich finde. Risiko ist ein Spiel, und wie in jedem Spiel geht es bekanntlich darum, jemand anderen zu besiegen. Wobei die entsprechenden Manöver im Risiko - Verlegung von Truppenteilen, Angriff und Verteidigung - nicht einmal das Spielgeschehen dominieren. Entscheidend ist vielmehr die Kommunikation mit den anderen in der Runde, nämlich um Bündnisse einzugehen, wenn einer zu schnell zu stark wird. Ich schätze, dass dieser permanente Dialog ungefähr 60 Prozent der Zeit am Brett ausmacht.

Risiko, das doch eigentlich auf Konfrontation ausgelegt ist, soll zur Kooperation erziehen?
Genau. Und deswegen habe ich vor fünf Jahren das Spiel auch für mich entdeckt. Damals war ich Gruppenleiter in einem Jugendverband, und bei den Freizeittreffen habe ich Ris...


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