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Türkische Justiz hebt Haftbefehl gegen Soziologin Selek auf

Istanbul. Im jahrelangen Verfahren der türkischen Justiz gegen die Soziologin Pinar Selek hat ein Gericht in Istanbul einen Haftbefehl gegen die 43-Jährige aufgehoben. Bereits am ersten Verhandlungstag eines neuen Prozesses gegen die Wissenschaftlerin hätten die Richter des Istanbuler Strafgerichts am Freitag die entsprechende Maßnahme angeordnet, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan. Das Verfahren selbst soll am 5. Dezember fortgesetzt werden. Selek wird die Beteiligung an einem angeblichen Bombenanschlag 1998 in Istanbul vorgeworfen. Trotz mehr als einem Dutzend Gutachten ist bis heute ungeklärt, ob es sich überhaupt um eine Bombe handelte oder um einen Unfall, bei dem ein Gasbehälter auf dem Basar explodierte. Sieben Menschen waren damals ums Leben gekommen. Der Prozess gegen Selek, die zeitweise in Deutschland lebte, ist äußerst umstritten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, als Mitglied der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) die Bombe auf dem Ägyptischen Basar in der Istanbuler Innenstadt gezündet zu haben. Selek wies den Vorwurf zurück und wurde nach eigenen Angaben in der Haft gefoltert. Nach ihrer Freilassung ging sie nach Westeuropa. Derzeit lebt sie in Frankreich, wo sie politisches Asyl erhielt. AFP/nd

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