Celestine Hassenfratz 04.10.2014 / Brandenburg

Kunst im Knast

Die Jugendstrafanstalt hatte zu einem Kultur-Event geladen und zeigt: Die Kunst ist selbst hier frei

Unter Anleitung von erfahrenen KünstlerInnen aus Hip Hop, Oper, Film und Theater setzten sich inhaftierte Jugendliche der JSA Berlin künstlerisch mit Franz Schuberts »Winterreise« auseinander.

Knatternd schließt sich das große silberne Eisentor. Fällt ins Schloss, rastet ein. Eingeschlossen. Der Stacheldraht auf den hohen Mauern wispert: Hier kommt ihr so schnell nicht wieder heraus. Ist ein Gefängnis ein Ort, an dem Kunst entstehen kann?

Die Jugendstrafanstalt Berlin (JSA) hat zu einem Kultur-Event geladen: Drei Jahre lang haben sich inhaftierte Jugendliche kreativ mit Franz Schuberts Liederzyklus »Winterreise« auseinandergesetzt. Am vergangenen Mittwochabend fand die Abschiedsveranstaltung des Projektes statt. Menschen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen, weggeschlossen sind, wollen an diesem Abend beweisen, dass auch an diesem Ort Kunst stattfinden kann. Seit dem Frühjahr 2012 arbeiteten Künstler aus den Bereichen Oper, Theater, Film, Gesang und Musikproduktion als Dozenten mit den Inhaftierten zusammen. »Ziel war es, die jugendlichen Straftäter für Kultur zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass sie ihre neg...

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