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Finanzskandal erschüttert Spanien

Chefs des Geldhauses Bankia verprassten Millionen mit »schwarzen« Kreditkarten

  • Von Ralf Streck, San Sebastian
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der spanische Staat hat mehrere Sparkassen mit Milliardensummen gerettet. Doch dort haben sich offenbar Spitzenmanager, Politiker und Gewerkschafter bedient.

Ein vor wenigen Tagen in Spanien bekannt gewordener Skandal um »schwarze« Scheckkarten bei der Caja Madrid und ihres Nachfolgerinstituts Bankia weitet sich aus. Mittlerweile wird ermittelt, ob in weiteren Banken und Großfirmen Führungsmitglieder und Aufsichtsräte Kreditkarten zur freien Verfügung hatten, über die allein bei der ehemaligen Sparkasse Madrids 15,5 Millionen Euro verprasst wurden oder als unversteuerte Zusatzlöhne per Selbstbedienung abgeflossen sind. Dem nationalen Bankenrettungsfonds FROB, über den gut 40 Milliarden Euro aus dem EU-Rettungsfonds an abgestürzte spanische Banken geleitet wurden, sind offenbar weitere 20 Fälle in verstaatlichten Kreditinstituten bekannt. Die Informationen gehen nun an die Staatsanwaltschaft.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, mit »schwarzen Firmenkarten« unter anderem Restaurantbesuche, Kleidung und Reisen bezahlt sowie Bargeld abgehoben zu haben. Auf der Liste der Aufsichtsratsmi...


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