Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Ehrung für die Ermordeten

Für sechs hingerichtete Zwangsarbeiterinnen wurden in Hamburg Stolpersteine verlegt

  • Von Reinhard Schwarz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Sie hatten Hunger und forderten eine bessere Verpflegung: Zwangsarbeiterinnen wurden 1943 in Hamburg wegen einer kurzen Arbeitsniederlegung hingerichtet. Stolpersteine erinnern nun an sie.

In Hamburg-Altona wurden vergangene Woche Stolpersteine für sechs weibliche Kriegsgefangene aus der ehemaligen Sowjetunion eingeweiht. Die jungen Zwangsarbeiterinnen hatten sich am 11. November 1943 geweigert, ihre Arbeit aufzunehmen, fünf von ihnen wurden zur «Abschreckung» von der Gestapo erschossen. Eine weitere Frau war bereits vorher hingerichtet worden.

Auf Betreiben der Stolpersteininitiative Hamburg wurden für die Opfer vor dem früheren Standort der Norddeutschen Leichtmetall- und Kolbenwerke (Noleiko) Messingplatten eingelassen. In dem Unternehmen wurden Rüstungsgüter für den Krieg produziert. Bei Noleiko waren nach Informationen von Birgit Gewehr vom Stadtteilarchiv Ottensen 430 ausländische Arbeitskräfte beschäftigt, 73 davon waren russische Frauen und Mädchen.

Zu den Feierlichkeiten waren auch der Generalkonsul der Ukraine in Hamburg, Yuriy Yarmilko, und der Generalattaché am Generalkonsulat der Russischen Föderation, Dmitry...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.