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Den Karton kaufen oder die Schuhe?

Mutmaßungen im Kosmos des Dramatikers: die Heiner-Müller-Konferenz in Berlin

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Dichter sterben, und sie hören doch nicht auf mit Arbeit: Sie warten. Darauf, dass den Lebenden unwiderruflich aufgeht: Ja, wir leben tatsächlich in jenen Untergängen, von denen die Dichter sprachen, als sie von Hoffnung schrieben. Denn Untergang ist Hoffnung - wo etwas endet, entsteht Freiraum. Hoffnung ist nicht Hoffnung auf den Tag nach der Nacht, es ist Hoffnung auf den Tag inmitten der Nacht.

Nach dem Ende der DDR sah Heiner Müller eine Hoffnung »in der Trennung der Kommunisten von der Macht«. Jetzt seien wieder Fragen möglich. Und das Paradoxe locke: offenes Vertrauen in das, was der Mensch nicht ändern kann, nämlich - Freiheit zu wollen, ohne sie wirklich leben zu können. Über dies »Rätsel der Freiheit« diskutierte die dreitägige »Transatlantische Konferenz zur Bedeutung Heiner Müllers im 21. Jahrhundert«, die »Internationale Heiner-Müller-Gesellschaft« hatte in die Akademie der Künste eingeladen. Noch über 85 Jahre dau...


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