Erbarmungslose Abneigung

Münchner Heyne-Verlag lässt Helmut Kohls Empörungsprotokolle zum Unwillen des Altkanzlers ausliefern

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Altkanzler Helmut Kohl bestimmt plötzlich wieder einmal die Schlagzeilen, unfreiwillig. Grund ist ein Buch, in dem er ausgiebig zitiert wird - mit unfreundlichen Kommentaren über seine Zeitgenossen.

Kabale und Prominente - es gibt kaum eine bessere Garantie für öffentliche Aufmerksamkeit als diese Mixtur. Im Fall von Helmut Kohl, der beim Schlagabtausch mit seinem ehemaligen Biografen soeben die jüngste Ohrfeige kassiert, verstärkt die Macht, die er verkörperte, nun die Schadenfreude des Publikums. Kein Wunder also, dass der Journalist Heribert Schwan mit seinen Enthüllungen aus den Gesprächsprotokollen, die er in über 600 Stunden Gesprächen mit dem Altkanzler aufzeichnete, einen Aufreger produziert. Helmut Kohl war damals, in den Jahren 2000 und 2001, offenbar voller Frustration und ungestillter Rachegelüste, seit jeher galt ihm die Einteilung der Welt in Freund und Feind als Orientierungshilfe. So fallen Kohls dokumentierte Urteile über Wegbegleiter wie politische Gegner herb aus. Sie finden sich in dem Buch »Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle« von Heribert Schwan und Tilman Jens, das an diesem Dienstag öffentlich vorgestellt w...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 543 Wörter (3623 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.