Dopingbesitz soll für alle strafbar sein

Aus Bayerns Justizministerium kommt Kritik am jüngsten Gesetzentwurf der Bundesregierung

  • Von Andreas Schirmer, Düsseldorf
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Bayerns Justizminister Bausback begrüßt, dass der Bund mit dem Entwurf für ein Anti-Dopinggesetz in Deutschland »in die Gänge« gekommen ist. Er teile aber den »ganz großen Überschwang« nicht.

Die Debatte um den Regierungsentwurf für ein Anti-Doping-Gesetz in Deutschland kommt in Schwung. Erhebliche Kritik meldet der bayerische Justizminister Winfried Bausback an. »Dem ganz großen Überschwang kann ich mich nicht anschließen«, sagte der CSU-Politiker zum Entwurf. »Ihm fehlen wichtige Bausteine, es bleiben empfindliche Lücken.« Bayern hatte im Frühjahr selbst einen Gesetzentwurf zum »Schutz der Integrität des Sports« vorgelegt.

Das größte Defizit des Entwurfs der Bundesregierung sieht Bausback bei der Besitzstrafbarkeit. »Der Besitz von Dopingmitteln ab dem ersten Gramm, ohne Einschränkung auf eine nicht geringe Menge, soll nur bei Spitzensportlern ein Fall für den Staatsanwalt werden«, erklärte B...


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