Jörg Meyer 10.10.2014 / Bewegung

Vom Betriebsrat und dem Wind bei Enercon

Werner Rügemer und Elmar Wigand legten einen spannenden Band zum »Union Busting« vor

Der Windanlagenbauer Enercon geht verstärkt gegen gewerkschaftsnahe Betriebsräte vor. Wie kann man mit dem Betriebsverfassungsgesetz die Rechte der Gremien stärken und wo hat es Lücken?

Nachdem er Leiharbeitern im Betrieb in seiner Funktion als Betriebsratvorsitzender helfen wollte, bekam Nils Böttger von seinem Arbeitgeber, dem Windanlagenbauer Enercon, eine Abmahnung: Er habe seine Kompetenzen als Betriebsrat überschritten, hieß es. Er reagierte auf seine Weise, schrieb in Form eines Märchens eine anonyme Kritik an der Abmahnung. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: die fristlose Kündigung - oder »außerordentliche Kündigung«, wie es im Betriebsverfassungsgesetz heißt. Betriebswirtschaftlichen Schaden habe Böttger angerichtet, so die Begründung, weil das Leiharbeitsunternehmen nach dem Vorfall seinen Vertrag mit der Enercon-Tochter WEA Service Ost GmbH nicht verlängert habe. Der Betriebsrat stimmte der Kündigung nicht zu, darum geht die Sache vors Arbeitsgericht. Ein Gütetermin Mitte September scheiterte, nun wartet Böttger auf die Hauptverhandlung. Ob der Termin noch in diesem Jahr angesetzt wird, ist unklar. Die Arbeitsgerichte sind überarbeitet.

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