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Der Pumpft der Wende

Dieter Franke wäre 80

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Stelle sich das einer vor! Dieser spaßrobuste, weichwiderborstige, kindsurkomische, bauchschwungvolle, schnauzpolternde Dieter Franke war Mitglied einer Partei. Und zwar einer, die immer recht hat!

Charaktere waren in seinem Spiel Menschen, die aus ihrer Freiheit urplötzlich in die Falle gerieten, Entscheidungen treffen zu müssen. Sie brachten Franke zum Schwitzen: Kreon, Butler, Kleists Kurfürst und Adam, Trullesand. Und zwischen den Schweißtropfen stand in schönster Geheimschrift, die aber alle lesen konnten, etwas vom ersten Kinderglauben ans Glück der Simulation: Man kann sein, was man nicht ist. 1934 wurde er in Chemnitz geboren. Einer der Beliebtesten des Deutschen Theaters Berlin. In den meisten Inszenierungen von Adolf Dresen. Oder bei Friedo Solter. Es war die Zeit, da gab es noch den großartig vertrackten Dramatiker Sean O’Casey (»Juno und der Pfau« etwa). Franke strahlte nichts Promenierendes aus, er besa...


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