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Walser sieht sich als »Vollidiot«

Disput mit Bubis

Vor 16 Jahren hat Martin Walser bei Entgegennahme des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels vor einer »Instrumentalisierung des Holocaust« gewarnt. Jetzt hat der 87-jährige Autor erneut bedauert, dass er nach der heftigen Debatte über seine Rede ein Versöhnungsangebot des jüdischen Zentralratspräsidenten Ignatz Bubis nicht angenommen habe. Er sei ein »Vollidiot« gewesen, sagte er auf der Frankfurter Buchmesse einem TV-Sender. Walser hatte am Samstag auf der Bücherschau sein neues Buch über den jiddischen Klassiker Sholem Yankev Abramovitch vorgestellt.

Walser hatte 1998 mit Blick auf Auschwitz von einer »Moralkeule« gesprochen. Bubis, damals Präsident des Zentralrats der Juden, kritisierte den Autor deswegen als »geistigen Brandstifter«. Später bot Bubis ihm eine Entschuldigung an. »Und ich Vollidiot war so verkrampft, dass ich gesagt habe: Nein danke«, sagte Walser. dpa/nd

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