Vier offene Fragen

Wer nicht auf Rosskur setzt, kann nur über Steuern und Abgaben umverteilen

  • Von Georg Fülberth
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Thomas Pikettys Feststellungen über zunehmende Verteilungsungleichheit und seine steuerpolitischen Vorschläge werden von vielen begrüßt werden. Aber was ändert sich durch Piketty?

Thomas Pikettys Feststellungen über zunehmende Verteilungsungleichheit und seine steuerpolitischen Vorschläge werden von allen begrüßt werden, die sich im Bündnis »Umfairteilen« engagieren oder die den Aufstellungen und Forderungen der Abteilung Wirtschaftspolitik von ver.di sowie den jährlichen Memoranden der Arbeitsgruppe »Alternative Wirtschaftspolitik« zustimmen. Bisher war das alles erfolglos. Was ändert sich durch Piketty?

Zunächst einmal: Die Argumentationsbasis wird breiter. Piketty hat alle Daten zur Geschichte der Verteilung im 20. Jahrhundert zusammengetragen, die überhaupt erreichbar sind. Das gab es bisher noch nicht. Zweitens: Die Notwendigkeit einer neuen keynesianischen Wende (darum handelt es sich) könnte mittlerweile so dringlich geworden sein, dass doch ein Durchbruch gelingt, und der publizistische Erfolg von Pikettys Buch mag dazu beitragen.

Es geht zugleich um eine Grundsatzdebatte über Möglichkeite...


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