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Viel Gezänk um Erinnerung

Debatte um Andenken an jüdische Opfer in der bayerischen Landeshauptstadt

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zum Gedenken an ermordete Juden werden in München zwei Projekte diskutiert, die beide auf Widerstand stoßen.

Streit in München um die Erinnerung an jüdische Opfer: Mit Vehemenz lehnt Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, eine Anhörung im Stadtrat zum Thema Stolpersteine ab und hat ihre Mitwirkung ausgeschlossen. Das von den Grünen initiierte Hearing sei ein »würdeloses Schauspiel, das einige Profilneurotiker mühevoll und unerbittlich erzwungen hätten«, so Knobloch in einem Brief an den Münchner Kulturreferenten. Gleichzeitig wehren sich Anwohner im Olympiadorf gegen den geplanten Erinnerungsort an das Attentat von 1972, als elf israelische Sportler getötet wurden. Mehr als 300 Menschen haben bisher eine entsprechende Unterschriftenliste gezeichnet.

Der Streit in München um die Stolpersteine ist inzwischen zehn Jahre alt. 2004 hatte der Stadtrat in einem Beschluss das Verlegen von Stolpersteinen auf öffentlichen Grund verboten und sich so hinter Knobloch gestellt, die sich gegen diese Art der Erinnerung au...


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