Totgeschwiegene Altanschließer

Verband der Wohnungsunternehmen vermisst eine Aussage im Koalitionsvertrag

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der Landtag kann die Altanschließer vor Beiträgen nicht mehr retten. Dies liege jetzt in der Verantwortung der Kommunen, sagt die Linksfraktion.

Mit den Worten »heiter bis wolkig« umriss der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) seine erste Einschätzung der Koalitionsvereinbarung von SPD und LINKE. Positiv wertete BBU-Vorstand Maren Kern das Bekenntnis von Rot-Rot zur finanziellen Förderung des Wohnungsneubaus, der im Berliner Umland notwendig ist. Kern äußerte aber auch Kritik. »Das sich im Koalitionsvertrag keine Aussagen zur Altanschließerproblematik finden, ist sehr bedauerlich«, sagte sie. Angesichts der enormen Summen, um die es dabei gehe, und angesichts der breiten Betroffenheit der Brandenburger, eigne sich das Thema nicht zum »Totschweigen«. Allein bei den im Verband organisierten Wohnungsunternehmen seien bislang Nachforderungen in Höhe von rund 60 Millionen Euro eingegangen, erklärte Kern.

Dem BBU gehören in Brandenburg 78 kommunale Wohnungsbaugesellschaften und 118 Genossenschaften mit zusammen 334 000 Wohnungen an, außerdem elf privat...


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