Russlands Lebensmittel-Embargo treibt EU zum Umdenken an

Europa-Abgeordnete wollen alternative Märkte erschließen und fordern schnelles Handeln im Agrarsektor

  • Von Katharina Strobel, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Importstopp Russlands für landwirtschaftliche Produkte aus der EU koste Landwirte Milliarden - so die EU-Kommission. Ein Umdenken und die Suche neuer Märkte, fordern Europa-Abgeordnete.

Die finanziellen Einbußen, die die europäische Agrarbranche als Folge des russischen Embargos seit August erwartet, mögen enorm sein. Dennoch, so wurde am Donnerstag in Brüssel deutlich, stehen die Mitgliedsstaaten hinter den Sanktionen gegen das Land Putins. Frieden und Demokratie seien nicht zu verrechnen. Stattdessen forderten Abgeordnete ein komplettes Umdenken beim Umgang mit dem wackeliger werdenden Handelspartner Russland.

»Das russische Embargo - Herausforderungen und Lösungen« - unter diesem Motto diskutierten auf Einladung der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten (ALDE) Abgeordnete, Vertreter der EU-Kommission und Experten aus den Mitgliedsstaaten im Europaparlament in Brüssel. Selbst in den von russischen Importverboten am härtesten getroffenen Mitgliedsstaaten sei die große Unterstützung für Sanktionen gegen Russland ungebrochen, teilte der litauische Abgeordnete Antanas Guoga (Liberale) mit.

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