Keine Lösung für die Kalilauge

Wasserwirtschaft und Anrainer: Hessen stellt K+S-Interessen vor den Umweltschutz

  • Von Burkhard Ilschner
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Pipeline, Vier-Phasen-Plan oder Eindampfung - die Debatte um die Entsorgung der Hinterlassenschaften des Kaliabbaus in Thüringen und Hessen zieht sich hin.

Der Streit um die Produktions- und Haldenabwässer der Kaliindustrie wird der Werraregion wohl auch in den nächsten Dekaden erhalten bleiben - und das nicht ohne Verwirrungen. Der kürzlich von Hessens Landesregierung gemeinsam mit Hersteller K+S AG verkündete Verzicht auf die diskutierte Möglichkeit einer Pipeline zur Nordsee bedeutet nicht das Aus für dieses Vorhaben. Ausgerechnet der Leiter des von Hessen, Thüringen und K+S gemeinsam gegründeten so genannten Runden Tisches, Hans Brinckmann, erklärte gerade lapidar, er halte die Nordsee-Fernleitung »nach wie vor für geboten« und auch für »verhältnismäßig«.

Aber auch der von Hessens grüner Umweltministerin Priska Hinz mit K+S-Chef Norbert Steiner präsentierte »Vier-Phasen-Plan zur dauerhaften Salzabwasser-Entsorgung im Werra-Kalirevier« hat es in sich: Die vierte und letzte Phase wäre erst in mehr als 60 Jahren abgeschlossen, das Problem der Haldenabwässer auch dann noch nicht ...


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