Paul Liszt 22.10.2014 / Bewegung

Antifaschistische Aufklärung

Das Magazin »Der rechte Rand« begeht sein 25-jähriges Bestehen mit einer extradicken Sonderausgabe

Die größte Fachzeitschrift zur extremen Rechten hat bei aller Expertise den Kontakt zur antifaschistischen Bewegung nie verloren. Die Artikel sind bestens recherchiert und gut geschrieben.

Wie bei so vielen Projekten wäre das regelmäßige Erscheinen des Magazins »Der rechte Rand« in den letzten 25 Jahren ohne eine Vielzahl unbezahlter Arbeitsstunden nicht möglich gewesen. Neben dem »Antifaschistischen Infoblatt« ist die alle zwei Monate erscheinende Publikation die größte und renommierteste bundesweit herausgegebene Fachzeitschrift zur extremen Rechten in und außerhalb der Bundesrepublik. Ob rechte Parteien oder Kameradschaften, Internetportale oder Zeitschriften, Rechtsrockbands oder scheinbar honorige Tagungen - die gesamte Bandbreite des braunen Spektrums findet sich in den Heften wieder. Dabei wollen die fundierten Recherchen des Blattes den Blick der Leser auch auf vernachlässigte und ausgeblendete Aspekte des Themas lenken. Eine Besonderheit ist zudem, dass Rechtsextremisten oft mit Namen und ihren Organisationen konkret benannt und Verbindungen in rechten Netzwerken detailliert beleuchtet werden. Bei aller Expertise hat man den Kontakt zur antifaschistischen Bewegung nie verloren. Außer Fachjournalisten und Wissenschaftlern sind es vor allem Aktivisten, die für die nunmehr 150 Ausgaben Neonaziaufmärsche beobachteten, von braunen Szeneveranstaltungen berichteten und rechtsextreme Publikationen ausgewertet haben.

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