Werbung

Kampf der Giganten

Tobias Riegel über die ungesunde Marktmacht von Google

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wenn sich Mediengiganten wie Google und Springer streiten, ist es nicht einfach, sich eindeutig auf eine Seite dieser gleichermaßen fragwürdigen Parteien zu schlagen. Googles Drohung, die Beiträge von widerspenstigen Verlagen zukünftig ohne Bild und Anreißtext zu präsentieren, könnte man eigentlich als folgerichtige Konsequenz des Unternehmens bezeichnen. Schließlich wollten sich Teile der Verlagswelt genau dieses Bedienen von Google an ihren Inhalten honorieren lassen. Nun können sie eigentlich nicht schmollen, wenn der Internetriese achselzuckend ankündigt, jene Inhalte eben zukünftig zu ignorieren.

Eigentlich. Denn das Unheimliche an dem Vorgang ist, dass Google nur wegen seiner unbezweifelten Monopolstellung zu solch lässigem Verhalten in der Lage ist und nur darum absolut kein Interesse an Ausgleich und Kompromiss mit der Konkurrenz zeigt. Das Wissen, dass Google auch zukünftig bei anderen (sich bereits abzeichnenden) Konflikten keine Notwendigkeit sehen wird, auf Kontrahenten zuzugehen, wird viele Streitigkeiten für den Internetriesen entscheiden, bevor sie überhaupt ausgebrochen sind. Denn warum sollte man Zeit, Geld und Nerven in einen aussichtslosen Kampf gegen ein unangreifbares Monopol riskieren? Das ist eine ungesunde Situation. Das Google-Regime gehört darum gesetzlich gebrochen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!