Rainer Balcerowiak 24.10.2014 / Bewegung

Streikpause ermöglicht Gespräche

Bahn, GDL und EVG suchen intern nach Kompromisslinien

Öffentlich beharrt die Lokführergewerkschaft GDL auf uneingeschränkter Tarifpluralität. Doch die ist durchaus interpretationsfähig, wie die Tarifverhandlungen der Eisenbahngewerkschaft EVG für ihre Lokführer zeigen.

Für die Bahnkunden war es eine relativ ruhige Woche. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat wie angekündigt vorerst darauf verzichtet, nach dem am Montag früh beendeten 50-stündigen Streik zu weiteren Arbeitsniederlegungen aufzurufen. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky stellte am Mittwochabend in der ARD-Sendung »Anne Will« jedoch klar, dass man den Bahnverkehr erneut lahmlegen werde, falls die Bahn AG dieses Moratorium verstreichen lasse, ohne in reguläre Tarifverhandlungen mit der GDL einzutreten. Seine Gewerkschaft habe das Recht und die Kompetenz, nicht nur für Lokführer, sondern für alle Gewerkschaftsmitglieder unter den Beschäftigten des Fahrpersonals Tarifverträge abzuschließen, sagte er. Dies ergebe sich sowohl aus dem Grundgesetz, als auch aus dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2010 zur Tarifpluralität.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: