Kathartische Malerei

Der israelische Künstler Moshe Gershuni in der Neuen Nationalgalerie

  • Von Anita Wünschmann
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Gott hat keinen Namen. Man darf sich kein Bild von ihm machen!« Jedenfalls nicht in der frühen jüdisch-religiösen Kulturgeschichte. Aber wie erzählt man dann von »G’tt«? Moshe Gershuni (1936 in Tel Aviv geboren) setzt einen hebräischen Schriftzug auf seine grau-nebligen Blätter, die Weltlosigkeit, Ortslosigkeit empfinden machen. Es sind die Worte: kein Vater, keine Mutter. Das klingt erst mal irre traurig. Ein großes Verlorensein und eine unverrückbare Einsamkeit sprechen aus diesen Nebelbildern (1998). Der Künstler lässt den Betrachter nicht nur in diesem faden, flirrenden Licht seines achtblättrigen Zyklus nach Halt suchen, sondern schickt ihn auf Gottsuche. Der ist nicht da, vielmehr überhaupt tot vielleicht. Ein Gedanke, den Friedrich Wilhelm Nietzsche bereits als Metapher der Gottlosigkeit gebraucht hat. Das Verwaistsein zeichnet Gershuni hier absolut und agiert mit Assoziationen. Denn er hat sich die Worte geliehen und zwar au...

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