Bündnis Yasunidos klagt gegen Staat Ecuador

Quito. Das Umweltbündnis Yasunidos, das in Ecuador gegen die Ölförderung im Yasuní-Nationalpark kämpft, klagt gegen den südamerikanischen Staat. »Der Staat hat die politischen Rechte von 757 623 Menschen verletzt, die für eine Volksabstimmung unterschrieben haben. Diese Unterschriften wurden willkürlich ausgemustert«, sagte Anwalt Ramiro Ávilaam auf einer Pressekonferenz in Quito. Vertreter des Umweltbündnisses reichten die Vorwürfe bei der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte in Washington D. C. ein, einer Einrichtung der Organisation Amerikanischer Staaten. Um Ölbohrungen im Yasuní-Nationalpark zu verhindern, hatte Yasunidos ein entsprechendes Referendum geplant und mehr als 750 000 Unterschriften gesammelt. Rund 584 000 Unterschriften sind in Ecuador für eine Volksabstimmung nötig. Der Nationale Wahlrat hatte bei der Prüfung mehr als die Hälfte der Unterschriften für ungültig erklärt. Das Bündnis spricht von Betrug. Die ecuadorianischen Behörden weisen diese Vorwürfe zurück und betonen, es habe einen transparenten Prozess gegeben. epd/nd

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