Das Universum auf der Kippe

Neue Teilchenexperimente am CERN sollen die Frage klären: Brauchen wir eine neue Physik?

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Es ist jetzt genau 140 Jahre her, dass sich der junge, musikalisch hochbegabte Max Planck entschloss, nach dem Abitur Physik zu studieren. Um sicherzugehen, dass das auch die richtige Entscheidung sei, fragte er den angesehenen Münchner Physikprofessor Philipp von Jolly um Rat. »Junger Mann«, entgegnete dieser dem 17-Jährigen, »die Physik ist eine hoch entwickelte, nahezu voll ausgereifte Wissenschaft, die wohl bald ihre endgültige stabile Form angenommen haben wird.« Zwar gebe es noch hier und da ein paar Kleinigkeiten zu klären, aber das System als Ganzes stehe ziemlich gesichert da.

Wie Jolly dachten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Physiker. Und sie irrten sich gründlich. Für die folgende Umwälzung der Physik stehen vor allem zwei Theorien: die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik, als deren Urvater Max Planck gilt, der trotz aller Bedenken der Physik treu blieb. Wenn auch nicht immer leichten Herzen...


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