Buchliebhaber in Bedrängnis

Klaus Gramlich fordert, dass Buchläden politischer werden sollen. Von Guido Speckmann

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Während des Gesprächs kommt der Paketbote herein, grüßt freundlich und gibt Klaus Gramlich ein Paket, auf dem ein bekannter Schriftzug zu lesen ist: »www.amazon.de«. Die Sendung ist für einen Nachbarn bestimmt. »Es ist keine Seltenheit, dass ich für die Anwohner hier im Kiez Pakete annehme«, sagt Klaus Gramlich, Betreiber der Argument-Buchhandlung in Berlin-Kreuzberg. Ein Umstand, der symptomatisch für die Bedrängnis der Buchläden ist.

Von der Krise des »stationären Buchhandels« ist seit dem Siegeszug des Onlineriesen Amazon viel die Rede. Der US-amerikanische Monopolist, der als Online-Buchhändler begann, wächst und wächst - und verdrängt die Buchläden im Stadtteil oder in kleinen Ortschaften vom Markt. 2012 musste der Buchhandel ein Umsatzminus von 3,7 Prozent verkraften, 2013 immerhin gab es erstmals seit drei Jahren wieder eine leichte Zunahme. Doch das ist ein Durchschnitts...


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