Feier der Abstraktion - zweifellos

Kunstmuseum Wolfsburg: »Imi Knoebel. Werke 1966-2014«

  • Von Marion Pietrzok
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Wie in einer Rumpelbude stehen bräunliche Kisten, Kästen, Pappkartons herum, als sei die Ausstellung in der riesigen zentralen Halle des Kunstmuseums Wolfsburg - 40 mal 40 Meter und 16 Meter hoch - gerade erst im Aufbau. Aber der Boden ist gefegt und an einigen Wänden herrscht schon Ordnung: regelmäßige Reihen gleichgroßer Quadrate, jeweils von übereinandergelegten dicken Leisten gerahmt - ein Fries, der sich lesen lässt wie eine Partitur: die einer Symphonie von Farbvariationen. Gerät der Blick aber wieder an die Seitenwand, an der sich die unzähligen Kartons stapeln, einige gar noch im durchsichtigen Folienverbund, stellt sich erneut Zweifel ein, ob es hier, in der Hommage eines Weltstars der bildenden Kunst, mit rechten Dingen zugeht und nicht ein Scherz, eine Provokation gar ist.

Zweifel ist das Grundwort im Schaffen von Imi Knoebel. Es geht ihm um nichts Geringeres als um Sein oder Nichtsein - von Malerei und ihrem Zusamm...


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