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Klinker über der Spree

Zwei Jubiläen auf der Oberbaumbrücke

Die Oberbaumbrücke ist Teil der Partymeile zwischen zwei Stadtteilen. Ihre historische Bedeutung dürfte hingegen kaum bekannt sein.

Sie gilt mit ihren Steinbögen und markanten Türmen als eine der schönsten Brücken Berlins. Die Oberbaumbrücke war von 1961 bis 1989 Grenzgebiet. Am Donnerstag erinnerte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) an die Geschichte der Brücke. Das Bauwerk ist 120 Jahre alt. Vor 20 Jahren, am 9. November 1994, wurde die Brücke in restaurierter Form zu einer wichtigen Verkehrsachse zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. Heute kennen Partygänger aus aller Welt die Brücke, weil sie zwei Ausgehviertel verbindet. Über Jahre trugen dort die ehemals eigenständigen Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg die Wasserschlacht aus.

Der Vorläufer der Brücke war im 18. Jahrhundert noch aus Holz. Das Steinensemble mit seinen Klinkergewölben stammte von Regierungsbaumeister Otto Stahn (1859-1930) und wurde von 1894 bis 1896 errichtet. Der Name kommt von der Praxis, dass früher mit Bäumen in der Spree Sperren eingerichtet wurden, um Wegzoll einzutreiben. 1902 fuhr die erste U-Bahn vom Stralauer Tor zum Potsdamer Platz.

Ein trauriges Kapitel gab es während der deutsch-deutschen Teilung: Mehrere Flüchtlinge ertranken in der Gegend. Auch fünf West-Berliner Kinder, die beim Spielen in die Spree fielen, starben. Die Menschen im Westen griffen nicht ein, weil sie fürchteten, erschossen zu werden. Auch die DDR-Grenzer halfen nicht. 1975 wurde ein Abkommen geschlossen, das solche Fälle verhindern sollte. dpa/nd

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