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Über 30 Tote bei Anschlägen in Bagdad

Irak: Entsendung weiterer US-Soldaten »etwas spät«

Bagdad. Bei einer Reihe von Autobombenanschlägen sind am Samstag in mehrheitlich schiitischen Vierteln der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 31 Menschen getötet worden. Wie Ärzte und Sicherheitskräfte weiter mitteilten, gab es mehr als 90 Verletzte. Von den sechs Anschlägen waren demnach fünf Stadtteile betroffen.

Seit Beginn der Offensive der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die seit Juni weite Teile Iraks kontrolliert, häufen sich die Attentate in Bagdad. Die Dschihadisten verüben immer wieder Anschläge auf Angehörige der schiitischen Bevölkerungsmehrheit, die sie als Ketzer betrachten.

Die irakische Führung begrüßte unterdessen die von den USA angekündigte Entsendung von 1500 zusätzlichen Soldaten nach Irak. Diese sei willkommen, komme aber »etwas spät«, hieß es in einer Erklärung des Regierungschefs Haidar al-Abadi.

US-Präsident Barack Obama hatte am Freitag angekündigt, bis zu 1500 weitere US-Militärberater und Ausbilder nach Irak zu schicken, um den IS zurückzudrängen. Laut Weißem Haus sollen die ersten Soldaten in den kommenden Wochen verlegt werden. Eine Teilnahme am Kampfgeschehen sei nicht vorgesehen.

Die irakische Regierung untersuchte am Sonntag, ob der selbst ernannte Kalif und Anführer der IS-Miliz unter den Opfern eines Luftangriffs der US-geführten internationalen Militärkoalition auf einen Konvoi nahe Mossul war. Das US-Zentralkommando Centcom hatte zuvor mitgeteilt, bei den Luftangriffen nahe Mossul sei am Freitagabend ein Konvoi aus zehn gepanzerten Fahrzeugen zerstört worden. Der Angriff habe sich gegen ein »Treffen von IS-Anführern« gerichtet. Es könne jedoch nicht bestätigt werden, dass Bagdadi getötet wurde. Ein irakischer Geheimdienstvertreter sagte, es würden Berichte »informeller Quellen« geprüft. Agenturen/nd

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