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Fernbusfirma meldet Insolvenz an

Harter Preiskampf nach Liberalisierung

Offenbach. Im hartumkämpften Fernbusmarkt wird es für die kleinen Anbieter immer enger: Nachdem im Oktober ein Frankfurter Anbieter den Betrieb eingestellt hat, musste nun das Offenbacher Unternehmen DeinBus.de Insolvenz anmelden. Das Amtsgericht Offenbach eröffnete das Insolvenzverfahren am 4. November, wie auf einem Justizportal nachzulesen ist. Das von Studenten gegründete Unternehmen gilt als einer der Pioniere der Branche. 2011 hatte das Landgericht Frankfurt eine Unterlassungsklage des Bahnkonzerns gegen die kleine Firma abgewiesen. Die GmbH hatte bereits seit Dezember 2009 im Internet Busfahrten angeboten. Ihr Marktanteil liegt bei zwei Prozent.

Formaler Grund für den Insolvenzantrag sei Überschuldung und drohende Zahlungsunfähigkeit, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Feketija am Samstag. Hintergrund sei aber der Preiskampf zwischen den Fernbusanbietern. Die großen Mitbewerber, hinter denen oft finanzstarke Konzerne steckten, drehten kräftig an der Preisschraube. An Flixbus ist der Autokonzern Daimler beteiligt, der ADAC Postbus trägt seine Geldgeber schon im Namen.

Für die Zukunft des Unternehmens mit rund 25 Mitarbeitern hat Feketija Hoffnung. »Wir haben noch Luft für eine Weile.« Mit den Busunternehmern, habe man sich vorerst geeinigt. Derzeit könnten die knapp zwei Dutzend Linien weiter bedient werden. Die Offenbacher verkaufen nur Tickets, die Strecken werden von mittelständischen Busunternehmern bedient. Nun müsse möglichst schnell ein Investor gefunden werden, sagte der Anwalt. dpa/nd

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