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Lohn der Solon-Arbeiter nicht gezahlt

»Kein Mensch soll nur einen Euro verlieren.« Das war die Zusage, als das einstige Vorzeige-Unternehmen Solon in Berlin die Segel strich. Manche Betroffene haben das schon damals nicht geglaubt. 230 frühere Beschäftigte fürchten auch mehr als ein halbes Jahr nach dem Aus für die Solarfirma um ausstehende Gehälter für mehrere Monate. Für die insolventen Töchter Solon Modules und Solon Energy läuft das Insolvenzverfahren. Insolvenzverwalter Bruno Kübler hat noch keinen Überblick über die Insolvenzmasse, wie sein Sprecher sagte. Damit bleibt offen, ob die entlassenen Mitarbeiter ihr Geld zumindest teilweise noch bekommen. Noch schwieriger ist es nach dpa-Informationen für die 60 Beschäftigten der Solon-Betriebsstätte. »Der Arbeitgeber hat sich vom Acker gemacht, die zahlen nicht«, sagte eine Betroffene. Pfändungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten seien nicht möglich. Dort sitzt Solon nun. Weil die Berliner Betriebsstätte abgewickelt wurde und nicht in die Insolvenz ging, haben die 60 Kollegen nicht einmal Anspruch auf Insolvenzgeld.

Solon zählte einmal zu den größten Solarmodulherstellen Europas. Nach der Pleite übernahm vor zwei Jahren das indisch-arabische Unternehmen Microsol und verkündete im März 2014 das Ende der Fertigung in Berlin-Adlershof. Im September folgte die Insolvenz der Töchter Modules und Energy. Microsol firmiert heute als Solon International. Die meisten der 230 Entlassenen in Berlin haben dem Vernehmen nach inzwischen neue Jobs gefunden. dpa/nd

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