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Die Methode des echten Humoristen

Claus Weidensdorfer erhielt den diesjährigen Hans-Theo-Richter-Preis

  • Von Gert Claußnitzer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Leben ist Zauberei, ein Lauern ins Dunkel, ein Schleichen um das Mysterium der Begattung« lesen wir in einer Erzählung des österreichischen Schriftstellers Hans Lebert. Man könnte vielleicht dessen Werk mit Arbeiten des vorwiegend grafisch sich äußernden Künstlers Claus Weidensdorfer in Beziehung setzen. Da werden Wesenszüge erkennbar, die im Grunde beide teilen, der Schriftsteller wie der Grafiker. Die scheinbar wohlgeordnete Existenz auf der einen Seite und die Abgründe, die sich plötzlich auftun können! Und trotz des Umschlagens eröffnet sich mit einem Male eine, wenn auch beklemmende, Komik. Weidensdorfer (geboren 1931 in Coswig bei Dresden, heute in Radebeul lebend) meistert auf diese Weise, dank seines überschwänglichen Genies und seiner Größe, das Weltbild durch die Methode eines echten Humoristen.

Man mag darüber streiten, ob er nun ein Satiriker ist oder mit seinen Fantastereien und seinen komischen Einfällen, seinen Übertreibu...


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