Malala - eine US-Agentin?

Mobbing-Kampagne in der pakistanischen Heimat der Friedensnobelpreisträgerin

  • Von Bengt Arvidsson, Stockholm
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wenn Malala Yousafzai in Oslo den Friedensnobelpreis bekommt, werden Indiens und auch Pakistans Regierungschef abwesend sein. In der Heimat begann eine Schlammschlacht gegen Malala.

Die Absage gilt als schwerer Schlag für die mit 17 Jahren jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten. Malala Yousafzai aus Pakistan erhält den Nobelpreis »für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen und für das Recht aller Kinder auf Ausbildung«, hieß es in der Jury-Begründung. Weltbekannt wurde das muslimische Schulmädchen, nachdem sie 2012 ein Verbot der Taliban zum Schulbesuch für Mädchen missachtet hatte. Damals hielten einige Taliban ihren Schulbus an und schossen der Lehrertochter in den Kopf. In einem britischen Spezialkrankhaus wurde ihr Leben gerettet.

Die wegen Morddrohungen in Großbritannien lebende Nobelpreisträgerin hatte bei der Preisträgerbekanntgabe im Oktober öffentlich um Teilnahme des pakistanischen Regierungschefs Nawaz Sharif und seines indischen Amtskollegen Narendra Modi gebeten. Deren gemeinsame Anwesenheit würde ein Zeichen des Friedens zwischen de...


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