Was ist gerecht beim Thema Klimawandel?

Überlegungen aus afrikanischer Perspektive vor der 20. UN-Klimakonferenz in Lima

  • Von Christa Schaffmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Den Klimawandel verursacht haben hauptsächlich die traditionellen Industrieländer. Durch Ernteausfälle am stärksten betroffen ist bisher Subsahara-Afrika. Lösungen sind bisher nicht in Sicht.

Bis Ende 2015 will die Weltgemeinschaft Einigkeit über ein neues Klimaabkommen erzielen. Im Dezember tagt deshalb die UN-Klimakonferenz in der peruanischen Hauptstadt Lima. Das erklärte Ziel lautet, den Temperaturanstieg bis 2050 auf zwei Grad zu begrenzen. Wer muss was tun, damit es wenigstens annähernd erreicht wird? Wie lassen sich die Reduktionsziele für CO2-Emissionen gerecht verteilen? Sollen Entwicklungsländer ihre Industrialisierung stoppen oder verlangsamen? Wohl kaum. Diese Länder sind angewiesen auf wirtschaftliche Entwicklung, und die ist an Energieverbrauch gekoppelt. Ist es opportun, sie zu erpressen, indem man Finanzhilfen an CO2-Reduktionen knüpft, wie es eine gerade veröffentlichte Studie der Forschungsinstitute MCC und GIGA nahelegt?

Laut Weltklimabericht ist mit mehr als 95 Prozent Wahrscheinlichkeit der Temperaturanstieg zwischen 1951 und 2010 zu mindestens 50 Prozent vom Menschen verursacht. Die historisch...


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