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Wie die NATO einen möglichen Aufmarsch ihrer Speerspitze an der russischen Grenze plant

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Auf dem September-Gipfel in Wales beschloss die NATO einen »Readiness-Action-Plan« (RAP). Die Bundeswehr könnte zu den ersten gehören, die Truppen Richtung Osten bis zur russischen Grenze verlegt.

Seit rund zehn Jahren gibt es eine sogenannte »NATO-Response-Force« Die NRF ist eine rund 14 000 Mann große, global einsetzbare Eingreiftruppe. Die Mitgliedsländer melden jahresweise Truppenkontingente, die dann nach Bedarf abgerufen werden können. Bei allem Bemühen - die bislang noch nie eingesetzte Truppe ist schon ob ihrer Größe behäbig. Weshalb man in Wales vor allem auf Betreiben der USA, Großbritanniens und Polens beschloss, aus der NRF heraus eine Art »Speerspitze« zu bilden. Diese »Very High Readiness Joint Task Force« soll 5000 bis 7000 Soldaten umfassen.

Die besonders schnelle Truppe soll bei brisanten Lagen innerhalb von 48 Stunden an jedem befohlenen Ort sein, hörte man in Wales. Was freilich Unsinn ist. Allenfalls Vorauskräfte von drei oder vier Dutzend Stabssoldaten kann man so rasch verlegen. Der Rest der Truppe wäre dann im Idealfall fünf Tagen nach dem Einsatzbefehl in Polen oder den baltischen Ländern.

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