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Flugverbot über IS-Gebiet geplant

UN-Bericht fordert auch Beschlagnahme der Öltanklaster im Kampfgebiet Irak/Syrien

Irakische Truppen haben die Blockade der wichtigen Erdölraffinerie Baidschi nach eigenen Angaben endgültig gebrochen. Eine UN-Kommission befasst sich mit dem Kampf gegen den Islamischen Staat.

New York. Im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) fordert ein UN-Bericht die Beschlagnahme sämtlicher aus den Extremistengebieten in Irak und Syrien kommender Öltanklaster. Dies solle verhindern, dass dem IS Geld aus dem Verkauf von Öl zufließe, hieß es in dem Papier, das AFP am Montag vorlag und am heutigen Mittwoch im UN-Sicherheitsrat beraten werden soll. Zudem wird darin vorgeschlagen, sämtliche Flüge in die Extremistengebiete oder aus ihnen heraus zu unterbinden.

Der IS belagert seit Monaten große Gebiete im Norden Iraks und Syriens. Unter Führung der USA fliegt eine internationale Koalition in beiden Ländern Luftangriffe zur Unterstützung der Regierungstruppen und kurdischer Peschmerga-Kämpfer in Irak sowie »gemäßigter« Rebellen in Syrien. Es wird davon ausgegangen, dass der IS tägliche Einnahmen von bis zu 1,65 Millionen Dollar aus dem Ölverkauf erzielt.

Vor dem Hintergrund von IS ermordeter Geiseln hat US-Präsident Barack Obama eine Überprüfung des Prozederes bei Verschleppungen von Staatsbürgern im Ausland angeordnet. Das Nachrichtenportal »The Daily Beast« veröffentlichte am Montag ein Schreiben des Pentagon, aus dem hervorgeht, dass sich die Überprüfung auf verschiedene Bereiche stützen soll: den Einsatz der betroffenen Familien, Geheimdienstmaterial sowie diplomatische Bemühungen. Am Sonntag hatte der IS ein Video veröffentlicht, in dem ein maskierter Mann erklärt, den US-Bürger Peter Kassig ermordet zu haben. AFP/nd

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