Burkina Faso will zur Ruhe kommen

Politische und militärische Führungspersönlichkeiten einigen sich auf Übergang

  • Von Anne Gonschorek, Kapstadt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Michel Kafondo ist zum Übergangspräsidenten in Burkina Faso ernannt worden. Die Militärs haben damit dem großen Druck nachgegeben. In einem Jahr sollen Wahlen abgehalten werden.

Burkina Faso geht einen ersten Schritt Richtung Normalität. Zweieinhalb Wochen nach dem Umsturz ist der erfahrende Diplomat Michel Kafando als Interimspräsident des westafrikanischen Landes vereidigt worden. Er werde die Verfassung »respektieren und schützen«, sagte der 72-Jährige am Dienstag bei der Zeremonie in der Hauptstadt Ouagadougou. Kafando sagte in der kurzen Rede nach seiner Vereidigung, er nehme seine neue Aufgabe mit »großer Demut« an. Er sei sich bewusst, dass er die Macht stellvertretend für das Volk ausübe. Er soll bis zur Wahl in einem Jahr an der Staatsspitze stehen.

Der 72-Jährige wurde von einem 23-köpfigen Gremium mit religiösen, militärischen, politischen, zivilen und traditionellen Führern ausgewählt. Die Verhandlungen in der Hauptstadt Ouagadougou begannen am frühen Sonntag und dauerten bis in die frühen Morgenstunden des darauf folgenden Montags an.

Kafondo war Burkina Fasos Außenminister in den frühen 80er Jahr...


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